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Auf den Spuren der Zisterzienser über Neuzelle durchs Schlaubetal | Tag 3: Von Beeskow nach Storkow (Mark)

Derjenige, der bei Mönchen sofort an Bier denkt, hat die Art von Vorurteilen, die sich öfter bewahrheiten als man denkt und ist uns durchaus sympathisch. Wir verlassen das geliebte Beeskow in Richtung Scharmützelsee.

Beeskows Frösche geben uns ein Abschiedskonzert als wir mit fast schon wehmütigem Blick Beeskow in Richtung Scharmützelsee verlassen. Wir erhaschen im Stadtpark einen letzten schönen Blick auf die Spree und fahren über Birkholz nach Herzberg. Ein schöner Weg, nahezu komplett neu asphaltiert, der an Wiesen und Windrädern vorbei führt. Am Gut Hirschaue schauen wir dann genauso dumm, naiv und gespannt das Rotwild in Europas größtes biologisches Wildtiergehege an wie die Tiere uns. Schon seit 1992 wird das Gut Hirschaue mit viel Platz, Aufwand und Nähe zur Natur ökologisch bewirtschaftet. Hier gibt es Damhirsche, Rothirsche, Mufflons, Schafe, Wildschweine und auch eine eigene Schweinerasse, die “Märkischen Sattelschweine”. Die Produkte gibt es auf Märkten und unter anderem auch in Nettis Speisekammer in Storkow.

Vom Blütenmeer ans märkische Meer

Ein so großes Margeritenfeld wie hier bei Herzberg haben wir noch nie gesehen! Wir fahren weiter Richtung Wendisch Rietz und erreichen Radlow (Diensdorf-Radlow) am schönen Scharmützelsee mit seinem Storchenturm. Auf dem Schornstein einer ehemaligen Brennerei sind seit Jahrzehnten Störche zu Besuch und ziehen hier ihren Nachwuchs auf. Seit 1984 dokumentiert eine Chroniktafel die Anzahl der Jungstörche in jedem Jahr. Direkt daneben führt ein kleiner Schotterweg zur wunderbaren Badestelle in Radlow mit Liegewiese und Badesteg. Wenn man hier nicht baden will, kann man dem schönen Uferweg Richtung Wendisch Rietz folgen und kurz vor dem Ort die dortige Badestelle suchen, die wir immer noch nicht gefunden haben. Mysteriös!

Was man alles machen könnte in Wendisch Rietz

Oder man fühlt sich eingeladen zu gutem Kaffee und selbst gebackenem Kuchen im angenehmen wie freundlichen AtelierCafé Wendisch-Rietz. Im Nebenraum ist die hübsche Schauwerkstatt (mit Ausstellung und Verkauf) des Keramikers Jan Eigendorf und der Malerin Julia Tomasi Müntz, in der liebevoll sanierten alten Dorfschule. In dem historischen Gebäude ist im Obergeschoss außerdem eine Ferienwohnung zu finden. Das AtelierCafé ist nur wenige Meter von der Festwiese Wendisch Rietz und dem Strand Kleine Badestelle am Scharmützelsee entfernt. Das Haus des Gastes weiß immer Rat, wenn man sich verirrt hat oder spontan ein Zimmer sucht, kann ja passieren, daß man am schönen Scharmützelsee bleiben will und was weiß ich wie entspannen will, zum Beispiel im Satama Sauna Resort? Bei uns entscheidet in diesem Fall der Kopf gegen den Bauch und wir fahren über den schönen, aber etwas holprigen Waldweg weiter am großen Strokower See entlang Richtung Storkow. Wenn man nicht radeln will oder kann, fährt hier übrigens auch parallel der RB36 über Storkow nach Königs Wusterhausen, den wir auch später Richtung Heimat nehmen werden.

Mehr als ein Bedarfshalt

Eigentlich mehr als ein Bedarfshalt ist das Schloss Hubertushöhe mit seinem fünf Hektar großen, prachtvollen Kunst- und Literaturpark, in dem man spazieren oder Hochzeiten feiern kann. Es werden auch über 21 auf drei Gebäude verteilte Doppelzimmer angeboten. Unser letzter Stop ist Nettis Speisekammer, ein toller kleiner Tante-Emma-Laden in Storkow (Mark) mit nachhaltig produzierten, regionalen Produkten, frischem Obst & Gemüse und leckerem Brot, alles überwiegend aus biologischem Anbau. Wie oben schon erwähnt kann man dort auch einige Produkte des Gut Hirschaue finden. Wer will, kann den angebotenen Mittagstisch & Kaffee/Kuchen im (Winter-)garten genießen und es sollen sogar Grillfeste mit Livemusik und Spaziergängen durch Storkow und zum Thema Lebensmittelkunde stattfinden. Wer sich für Veranstaltungen in Storkow interessiert, kommt an der Burg Storkow nicht vorbei, da ist immer ganz schön was los!

Wer keine langen Fazite aber seltene Plurale mag, hat Glück gehabt! Die Tour war toll und wahnsinnig vielfältig, landschaftlich, kulturell wie kulinarisch! Schalten Sie auch das nächste Mal wieder ein, wenn es heißt: „Brandenburg ist spannender als man denkt!“.

Von Beeskow über Wendisch Rietz nach Storkow (Mark) | ca. 38 km | GPX-Download
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